"Ross ist weg, er ist noch viel größer und gemeiner geworden - er hat die Katze aufgefressen!" (Mulberry Street)

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Was soll die Seite?

Beim Ansehen von B-Movies kann man sich oft besser amüsieren als mit den besten Komödien, auch wenn wir vermuten, dass dies eher selten im Sinne des Regisseurs war. Doch für die Unwissenden wollen wir erst einmal mit einer kurzen Definition beginnen. Zuerst einmal war die Bezeichnung "B-Movie" lediglich das Synonym für einen Film mit relativ geringem Budget. Dies ging allerdings logischerweise meist mit einer schlechten Umsetzung, schlechten Trickeffekten und leider oft auch schlechten Stories einher. Bei manchen Genres, etwa dem Zombiefilm, sind nahezu alle Werke B-Movies.
Eine ganze Weile haben wir uns B-Movies nur angesehen und uns dann darüber lustig gemacht. Mittlerweile hat sich im Rahmen dieses Projektes eine recht große Gruppe Interessierter zusammengefunden, die sich nicht nur treffen, um gemeinsam B-Movies zu betrachten. Nein, wir versuchen die Filme auch kritisch zu diskutieren. Das Ergebnis davon sind unsere Bewertungsbögen in denen wir in aller Kürze versuchen unsere Analyse des Films vorzustellen. Einen (sehr kurzen) geschichtlichen Abriss findet man hier.

Und ja: wer die Seite nicht sonderlich hübsch findet mag nicht unrecht haben. Es wird sporadisch dran gearbeitet, aber: Schönheit war bei diesem Projekt noch nie das Ziel.

Nachfolgend werden die neuesten 10 Einträge unseres RSS-Feeds (Was ist das?) angezeigt. Selbigen findet man auch hier.


Montag, den 12. April 2021 12:14:53
Review von "Die außerirdischen Besucher" online
Wenn man einen schlechten Horrorfilm dreht, dann ist es in der Regel keine gute Idee Elemente aus einem erfolgreichen, kurz zuvor erschienen Film zu übernehmen, der sich eher an Kinder und Familien richtet. Wenn man also einen Film über außerirdische Monster dreht, die Leute sinnlos umbringen, dann ist es also nicht empfehlenswert in diesen noch einen knuffigen Außerirdischen einzubauen, der mit einem kleinen Kind spielt. Manchmal muss man sich einfach entscheiden: Horrorfilm oder Film für Kinder. Beides geht nicht (oder wäre zumindest sehr verstörend). Gerettet werden kann so etwas dann eigentlich nur noch, wenn es ein paar Jahre später durch die Leute von Mystery Science Theater 3000 entdeckt wird. Wenn das Produkt dieser unglücklichen Ehe aus Horror- und Kinderfilm nämlich durch zwei Roboter und einen Menschen, die im Weltraum gefangen sind, kommentiert wird, dann entsteht wiederum ein Produkt, das durchaus sehenswert ist.

Montag, den 22. Februar 2021 13:32:16
Review von "The Thirsty Dead" online
Es gibt Filme, die weder sonderlich spannend noch sonderlich langweilig sind. Die richtige Bezeichnung für solche Filme wäre wohl das Wort belanglos. Genau in diese Kategorie fällt "The Thirsty Dead" von 1974. Tatsächlich plätschert der Film rund 90 Minuten vor sich hin und erzeugt dabei durchaus auch Interesse bei den Zuschauenden. Nach dem Ende hat man auch nicht das Gefühl 90 Minuten seines Lebens verschwendet zu haben. Jedoch hat der Zuschauer auch genauso wenig das Gefühl, gerade richtig gut unterhalten worden zu sein. Der Film ist im Grunde nicht so schlecht und kann, soweit keine spannenderen Aktivitäten anstehen, durchaus einen Abend füllen. Zumindest wenn man den Film nicht alleine, sondern mit den richtigen Leuten ansieht, die alle wissen was ihnen bevorsteht.

Sonntag, den 13. Dezember 2020 19:39:53
Review von "Man nennt mich Halleluja" online
Egal ob in der deutschen oder der englischen Synchronisation (zum italienischen Original können wir wenig sagen): "Man nennt mich Halleluja" ist in etwa so ernsthaft wie ein Film mit Bud Spencer. Ist durchaus witzig, reißt einen intellektuell aber nicht vom Hocker. Es ist manchmal etwas chaotisch und man versteht nicht immer den tieferen Sinn hinter allen Teilen der Handlung. Aber ob die Macher das so genau verstanden haben ist ebenfalls fragwürdig.

Sonntag, den 5. Juli 2020 20:25:12
Review von "Angriff der sehr gefährlichen ekeligen schwarzen Würmer aus einer unbekannten fernen Galaxie die keiner kennt" online
Sehr gefährliche, eklige, schwarze Würme greifen an. Gut, strenggenommen handelt es sich nicht um echte Würmer, sondern um die Bänder aus Videokassetten. Gezogen an gut sichtbaren Fäden greifen sie aber trotzdem an und verwandeln Menschen in Zombies. Die Lage kann natürlich nur von einem langhaarigen Typen mit Staubsauger und einer Unterhose über dem Kopf gerettet werden. Durch äußerst bizarre 23 Minuten hindurch erlebt man wie das eigene Weltbild in Stücke gerissen wird. Gewollt schlecht und grandios gut in dieser Disziplin.

Dienstag, den 9. Juni 2020 19:46:01
Nachruf auf Markus Nowak
Seit Jahren schon war es ein Pflichttermin: Das B-Film-Basterds. Zum B-Movie-Festival im Frühjahr sind wir teilweise von weit her angereist. Aus einem einfachen Grund: Es war stets der Höhepunkt des B-Movie-Jahres. Das Mastermind dahinter war Markus Nowak. Niemand war in der Weisheit des schlechten Films bewanderter als er. Jedes Mal aufs Neue stellte er ein Programm zusammen, das wirklich die ganze Bandbreite des Trashfilms repräsentierte. Durch alle Genres, durch alle Jahrzehnte und noch weit über die Grenzen unseres Horizonts hinaus. Nun ist er im Mai überraschend im Alter von nur 49 Jahren gestorben. Eigentlich hätte vom 21. bis 23. Mai 2020 sein Festival in Nürnberg zum elften Mal laufen sollen. Wir hatten es in unseren Kalendern schon fest eingeplant. Durch die Covid-19-Pandemie wurde dieses Jahr nichts daraus. Während eigentlich sein Festival gerade laufen sollte ist Markus überraschend gestorben. Auch wenn wir persönlich uns vielleicht kaum gekannt haben mögen: mit seinem Blick auf schlechte Filme hat er unseren Blick darauf geweitet. Es wird definitiv etwas fehlen ohne ihn.

Sonntag, den 2. Februar 2020 16:20:01
Review von "Drei Engel auf der Todesinsel" online
Leichtbekleidete Frauen mit großen (des Öfteren nicht bedeckten) Brüsten sind das wesentliche Charakteristikum der "Drei Engel auf der Todesinsel". Diese bewegen sich durch eine Welt, die durch ein Drehbuch bestimmt wird, dessen Autor offenbar wenig Sinn für das Konzept der Konsistenz besaß - dafür hatte er aber einen Sinn für Klischees und beim Casting eben für Brüste. Durch die ganzen Absurditäten gewinnt der Film aber doch einen gewissen Unterhaltungswert und in einer Gruppe Gleichgesinnter kann man sich dabei durchaus amüsieren.

Donnerstag, den 19. Dezember 2019 09:55:40
Review von "Space Zombie Bingo!!!" online
Alieninvasion! Zombies! Strahlenwaffen! Ufos! Nuklearschlag gegen die eigenen Städte! Unscharfes Bild! Drehbuch auf Ecstasy! Troma! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Vor allem sollte man zur Beschreibung eigentlich keine ganzen Sätze verwenden. Denn das würde "Space Zombie Bingo!!!" einfach hinten und vorne nicht gerecht.

Donnerstag, den 18. Juli 2019 20:33:16
Review von "The Ultimative Terror" online
Ein Drehbuch zu haben wird völlig überbewertet. Es reicht doch auch eine grundsätzliche Idee für einen Film. Böse Zungen mögen jetzt einwenden, dass "Monster bringt Leute in Kleinstadt um" kein wirklich bemerkenswertes Konzept ist. Zumal es nicht unbedingt als Alleinstellungsmerkmal taugt. Aber was soll's? Wenn man für sein Regiedebüt Geld vom Ehemann zur Verfügung gestellt bekommt, um einen Film zu drehen, dann tut man das einfach. Entsprechend sieht das Ergebnis dann auch aus. Schlechte Handlung, schlechte Beleuchtung, schlechte Schauspieler, einfach schlecht. So soll doch ein Film sein. Oder etwa nicht?

Sonntag, den 16. Juni 2019 03:02:54
Review von "Kaliman en el siniestro Mundo de Humanon" online
Ein Feuerwerk aus einer so Allerwelts- wie so irrer-dass-man-sich-den-Geist-dem-sie-entsprungen-gar-nicht-vorzustellen-wagt-Handlung, tölpenhaft lächerlichen Schauspielern in einem der für einen existierenden Ort abstrusesten Garderoben, die sich je traute, eine Näherei zu verlassen (möge die Macht mit euch sein, und Gautama, und zur Hölle!) Sprechende Köpfe! Forrest im Farbeimer! Jeannie am Zuckerhut! leuchtende Hypnosependel! Nackte Weiber in Käfigen! Femde Zungen! Z O M B I E T R O N I C S! Ich werd wahnsinnig!

Dienstag, den 21. Mai 2019 20:01:31
Review von "Voyage of the Rock Aliens" online
Sie sind endlich da: Die Außerirdischen, die uns den Rock bringen. Oder die zu uns gekommen sind, um den Rock zu finden? Egal. Jedenfalls gibt es viel Musik. Wer eine massive Antipathie gegen Musikfilme hat, der ist bei den Rock-Aliens vielleicht nicht ideal aufgehoben, aber alle anderen können eine Menge Spaß haben. Hier erlebt man einfach wie die 80er Jahre wirklich waren. Irgendwie schade, dass diese Zeit vorbei ist.

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