"Wer hat ihnen gestattet ohne Erlaubnis hierher zu kommen?" (Ninja: The Battalion)

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Was soll die Seite?

Beim Ansehen von B-Movies kann man sich oft besser amüsieren als mit den besten Komödien, auch wenn wir vermuten, dass dies eher selten im Sinne des Regisseurs war. Doch für die Unwissenden wollen wir erst einmal mit einer kurzen Definition beginnen. Zuerst einmal war die Bezeichnung "B-Movie" lediglich das Synonym für einen Film mit relativ geringem Budget. Dies ging allerdings logischerweise meist mit einer schlechten Umsetzung, schlechten Trickeffekten und leider oft auch schlechten Stories einher. Bei manchen Genres, etwa dem Zombiefilm, sind nahezu alle Werke B-Movies.
Eine ganze Weile haben wir uns B-Movies nur angesehen und uns dann darüber lustig gemacht. Mittlerweile hat sich im Rahmen dieses Projektes eine recht große Gruppe Interessierter zusammengefunden, die sich nicht nur treffen, um gemeinsam B-Movies zu betrachten. Nein, wir versuchen die Filme auch kritisch zu diskutieren. Das Ergebnis davon sind unsere Bewertungsbögen in denen wir in aller Kürze versuchen unsere Analyse des Films vorzustellen. Einen (sehr kurzen) geschichtlichen Abriss findet man hier.

Und ja: wer die Seite nicht sonderlich hübsch findet mag nicht unrecht haben. Es wird sporadisch dran gearbeitet, aber: Schönheit war bei diesem Projekt noch nie das Ziel.

Nachfolgend werden die neuesten 10 Einträge unseres RSS-Feeds (Was ist das?) angezeigt. Selbigen findet man auch hier.


Dienstag, den 6. Dezember 2016 15:20:15
Review von "The 25th Reich" online
Nazis in Kombination mit verrückten Prämissen gehen immer. Aber dass die Australier 1943 vorhatten, in der Zeit zurückzureisen, um so an ein funktionsfähiges UFO zu kommen, mit welchem sie dann 1943 Hitler besiegen wollten - das ist ein eher ungewohntes Kaliber. Und wer mal "Zurück in die Zukunft" gesehen hat, dem ist durchaus bewusst, dass bei Zeitreisen einiges schief gehen kann - sei es ein falsches Zieljahr (mit Nazi-Riesen-Spinnen) oder ein Nazi klaut einem die Zeitmaschine unter dem Nagel weg - all das findet man selbstverständlich auch hier.
Das Problem des Films ist allerdings, dass er auf dem Papier deutlich besser klingt, als er dann umgesetzt ist. Es gibt genau einen Nazi (und zwei weitere Spinnen-Roboter) sowie vier allierte Soldaten mit etwas unglaubwürdigen internen Streitereien. Dass der Film kein echtes Ende (und KEIN 25. Reich!) enthält, sondern ein im Filmkontext vollkommen unerwartetes und nicht hilfreiches Ende besitzt (die Nazis wollen in die 25. Dimension fliegen, um Gott zu vernichten, was denn sonst?) führt nicht unbedingt zu einem besseren Gesamteindruck. Aus meiner Sicht ganz nett, aber nicht das, was sich viele bei dem Cover und dem Klappentext erwartet hätten.

Freitag, den 2. Dezember 2016 01:30:24
Review von "Walhalla Rising" online
Irgendwo im gottverlassenen Skandinavien, auf einem zugigen Bergrücken und bedeckt mit Schneeschlamm befinden sich enge Käfige aus Holzstangen, zwischen ihnen, unbeweglich und unbewegt, Bewacher. In den Käfigen - Gefangene, einer davon, Eisen um den nackten Oberkörper, mit Ketten festgezurrt. Mit starrem Blick, wie alle Männer, wortlos starrend. Ein Junge schlurft heran, einen Eimer schmutziger, dünner Flüssigkeit, schlurft, schlurft zum Käfig, schöpft eine Kelle hinein, schluft zum nächsten, dann zum übernächsten, verschwindet wieder. Gespräch ist nicht notwendig, fast schon gefürchtet, die Bewacher schlafen nicht, rühren sich nicht. Dann gerät der Kamm in Bewegung, an seinen Ketten ziehen sie den Gefangenen aus seinem Käfig, ketten ihn an einen Pflock. Ein weiterer Mann wird zu ihm gestoßen. Beiden ist klar: einer bleibt hier auf dem Boden. Und der Gekettete fackelt nicht lange. Kühl, präzise und kraftvoll erschlägt er seinen Gegner, schnell, ohne Furcht, ohne Hass, ohne Begeisterung, ein Meister seiner Zunft, ein Meister der sein Handwerk versteht. Jahrelange Übung raubte die Begeisterung. Zum Dank, zurück in den Käfig, zurück in die Eisen, in das Eis des Windes, auf dem Kamm. Und wieder Apathie. Dünnsuppe, stieres Starren, schneidender Wind. Nervenzehrend - auch für den Betrachter, und insofern eine letzte Warnung vor dem, was noch folgt. Völliger Zerfall, in blutig-grauenhaft schöne Bilder gegossen ist für jeden Betrachter eine Herausforderung. Diese kompromisslose Zurschaustellung einer Realität als wüst, öde, verlassen, menschenverachtend (unsere Realität?) wird niemanden unterhalten, viele abstoßen, einige zum Nachdenken anregen...

Donnerstag, den 8. September 2016 22:39:51
Review von "Die Todeskralle schlägt wieder zu" online
Chuck Norris wird erst die Brustbehaarung und danach auch noch sein Leben entrissen - Blasphemie!

Sonntag, den 4. September 2016 14:56:58
Review von "Sea Beast - Das Ungeheuer aus der Tiefe" online
Mal wieder ein Monster aus dem Meer. Dieses mal kein Hai, sondern ein… Was auch immer. Es schwimmt durchs Meer und läuft an Land. Es ist unsichtbar und hat eine Zunge, die länger ist als es selbst. Es spuckt Säure, die das Opfer binnen Sekunden paralysiert und um es nochmal zu wiederholen: Es kann sich unsichtbar machen. Was soll man dazu sagen? Bizarre Absurdität des Monsters ist zweifelsohne immer eine große Bereicherung für einen Film, aber das ersetzt leider nicht alles. Die Handlung ist schon da und hat auch keine groben Fehler. Aber wirklich Tiefgang oder echte Spannung vermisst man doch. "Sea Beast" bleibt leider im Mittelmaß des Tierhorrors stecken.

Sonntag, den 19. Juni 2016 20:23:00
Review von "Der Bulldozer" online
Ein Film mit Chuck, dem Chuck, der dann auch noch den Titel "Der Bulldozer" trägt? Das verspricht Spaß, Spannung und vor allem Dresche in allen Varianten (gut, im Wesentlichen von unvorhersehbaren und durchdringenden Roundhousekicks)! Allerdings - schon dass Chuck der Allmächtige auf dem Cover eine Pistole hält sollte stutzig machen: Wozu braucht er denn sowas? Und tatsächlich ist bei diesem Film nicht nur Chuck wohl noch nicht auf der Höhe seines Könnens angelangt - aber irgendwie auch beruhigend: Auch ein Chuck fängt mal (zumindest etwas) kleiner an!

Dienstag, den 14. Juni 2016 22:03:14
Review von "Titanic 2 - Die Rückkehr" online
Ernsthaft? "Titanic 2 - Die Rückkehr" Was kommt als nächstes? "Titanic 3 - Sie sinkt noch immer"? Gut. Zurzeit wird wohl wirklich ein Schiff namens Titanic II gebaut, die mit der RMS Titanic auch noch weitgehend baugleich sein soll. Aber genauso dämlich wie ein solches Schiffsbauprojekt ist auch dieses Filmprojekt. The Asylum versucht mal wieder mit einer Pseudofortsetzung Zuschauer zu ködern. Wobei den meisten Leuten klar sein sollte, worauf sie sich einlassen. Dieser Film will schon irgendwie schlecht sein und an der Umsetzung dieses Anspruchs sind die Macher nicht gerade gescheitert. Anderthalb Stunden sind dafür aber doch etwas viel. Wenn man den Film einfach um eine halbe Stunde gekürzt hätte, dann wäre nichts verloren gegangen und es hätte wahrscheinlich noch mehr Spaß gemacht es sich anzusehen.

Sonntag, den 29. Mai 2016 19:00:26
Review von "Breaker! Breaker! - Voll in Action" online
Roundhousekick! Roundhousekick! Und Roundhousekick! Nicht zu vergessen: Roundhousekick! Alles Wesentliche dürfte damit gesagt sein. Vor allem auch wer die männliche Hauptrolle spielt. Und mit männlich ist hier wirklich äußerst männlich gemeint. Manche Leute behaupten, dass das noch einer seiner älteren Filme sei und seine wahre Natur noch nicht so wirklich gezeigt wird. Wenn es der erste Film von ihm ist, den man sieht, dann versteht man aber bereits woher die Witze kommen.

Sonntag, den 22. Mai 2016 11:10:03
Review von "Samtpfötchen - Die Kung-Fu-Katze von China-Town" online
Man hat schlecht geschlafen. Was tut man also? Richtig, man kämpft Kung-Fu. Man hat eine Meinungsverschiedenheit. Was tut man also? Richtig, man kämpft Kung-Fu. Man geht die Straße entlang. Was tut man also? Richtig, man kämpft Kung-Fu. Damit ist eigentlich schon alles Wesentliche über "Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown" gesagt. Viel mehr gibt es in diesem Film nicht, aber das Kung-Fu ist richtig schön choreographiert. Da kann man wirklich nichts daran aussetzen.

Montag, den 16. Mai 2016 19:10:05
Review von "The Champions of Justice" online
Ein Film bei dem die meisten männlichen Darsteller durchgehend Masken tragen, während die Frauen eher kurze Kleider an haben. Ein Schelm mag nun denken, dass es hier um einen Porno geht, aber das ist "Los campeones justicieros" mit Sicherheit nicht (Es liegt auch kein Stroh herum und die wenigsten Leute dürften den Film wirklich als geil bezeichnen). Wenn man sich das Werk ansieht, dann könnte sich der Verdacht aufdrängen, dass die Schauspieler nicht mit dieser Rolle in Verbindung gebracht werden möchten und deshalb im Film sogar beim Schlafen ihre Maske tragen. Tatsächlich sind sie aber Luchadores, mexikanische Wrestler, und die tragen immer ihre Maske (angeblich wurde der Hauptdarsteller sogar mit Maske beerdigt). Diese Luchadores müssen jedenfalls die Welt und "mindestens genauso wichtig" den Schönheitswettbewerb um den Titel der Miss Mexiko retten.

Montag, den 16. Mai 2016 02:03:15
Review von "The last shark" online
Schon wieder ein Haihorror? Ein Hai lebt und überlebt nur im Wasser und schon von daher ist das Drohpotential eigentlich begrenzt, der Fisch ja taktisch im Nachteil. Die besondere Herausforderung dieses Genres liegt damit in der Schwierigkeit möglichst ohne zu plumpe Wiederholung stetig aufs neue Gefahrensituationen herstellen zu müssen, sprich auf möglichst originelle Art und Weise Menschen, die es eigentlich besser wissen müssten, wieder und wieder ins eigentlich einfach zu meidende Meer zu treiben. Eine echte und angesichts der bereits zu oft zelebrierten Versuche selbiges auf noch halbwegs unterhaltsame Weise zu bewerstelligen eine gar gewagte Aufgabe, für die man Produzenten und Filmcrew eigentlich bereits im Voraus geneigt ist Hochachtung entgegenzubringen. Das wäre bei diesem Machwerk allerdings doch zu vorschnell. Denn dieser Film hat leider nichts außer Längen. Er scheitert nicht nur, er scheitert glanzlos und unter Valium, wie ein Homer Simpson als Spiderman scheitern würde - mit fünfzig Kilo zu viel und lächerlicher roter Unterwäsche die es nicht schafft diverse Fettberge unter Kontrolle zu halten, apathisch auf einer Kartoffelchipshalde vor dem Fernseher mit Andrea Berg in der Endlosschleife. Das braucht man nicht nur nicht zu sehen, dem kann man auch niemanden guten Gewissens aussetzen. Das hatte wohl letztlich auch das verantwortlich zeichnende Studio erkannt und den Film aus dem Verkehr gezogen. Zu spät, wie man an dieser Kritik leider unschwer erkennen muss - der Dämon ist nun einmal entfesselt und bleibt in der Welt. Und das macht sie leider nicht besser...

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