"Ist das ein Romero-Zombie oder ein Virus-Zombie?" (The Slaughter)

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Was soll die Seite?

Beim Ansehen von B-Movies kann man sich oft besser amüsieren als mit den besten Komödien, auch wenn wir vermuten, dass dies eher selten im Sinne des Regisseurs war. Doch für die Unwissenden wollen wir erst einmal mit einer kurzen Definition beginnen. Zuerst einmal war die Bezeichnung "B-Movie" lediglich das Synonym für einen Film mit relativ geringem Budget. Dies ging allerdings logischerweise meist mit einer schlechten Umsetzung, schlechten Trickeffekten und leider oft auch schlechten Stories einher. Bei manchen Genres, etwa dem Zombiefilm, sind nahezu alle Werke B-Movies.
Eine ganze Weile haben wir uns B-Movies nur angesehen und uns dann darüber lustig gemacht. Mittlerweile hat sich im Rahmen dieses Projektes eine recht große Gruppe Interessierter zusammengefunden, die sich nicht nur treffen, um gemeinsam B-Movies zu betrachten. Nein, wir versuchen die Filme auch kritisch zu diskutieren. Das Ergebnis davon sind unsere Bewertungsbögen in denen wir in aller Kürze versuchen unsere Analyse des Films vorzustellen. Einen (sehr kurzen) geschichtlichen Abriss findet man hier.

Und ja: wer die Seite nicht sonderlich hübsch findet mag nicht unrecht haben. Es wird sporadisch dran gearbeitet, aber: Schönheit war bei diesem Projekt noch nie das Ziel.

Nachfolgend werden die neuesten 10 Einträge unseres RSS-Feeds (Was ist das?) angezeigt. Selbigen findet man auch hier.


Dienstag, den 13. Februar 2018 17:51:18
Review von "AmeriGeddon" online
Verschwörungstheorien geben ja eigentlich schöne Vorlagen ab. Das Erschreckende ist aber wenn Menschen daran glauben und das tun sie erstaunlich oft. In den meisten Filmen zu Verschwörungstheorien scheinen die Macher das selbst nicht ernst zu nehmen. Die Macher von "AmeriGeddon" nehmen die Sache todernst. Sie leben eine Phantasie von korrupten Politikern, die zusammen mit ausländischen Mächten - repräsentiert von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen - die Freiheit der Bürger beschneiden. Eine Freiheit, die sich vor allem im Recht auf Waffenbesitz und der Ablehnung jedweder staatlicher Daseinsvorsorge ausdrückt. Wenn das nur das Weltbild einzelner Spinner wäre, dann könnte man sich über diesen Film wahrscheinlich schön amüsieren. Wenn man bedenkt wie weit solche rechten Verschwörungstheorien, nicht nur in den USA, verbreitet sind und welchen Einfluss sie gewinnen, dann ist der Film auf gewisse Weise allerdings auch etwas verstörend.

Dienstag, den 30. Januar 2018 20:53:00
Review von "Faust - Love of the Damned" online
Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? Auf der Bücke, kurz vor dem Sprung, ohne Sinn, überall nur Verzweiflung, was hat man noch zu verlieren? Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? Das selbstverständliche Glück, die Leichtigkeit des Lebens, im eigenen Atelier, in Zweisamkeit mit der bezaubernden Geliebten, verbrannt vom Gasbrenner ihres alten Zuhälters, für eine Hand voll Münzen, für ein Nichts, grausamst umgebracht, zusehen gemusst, ohnmächtig, jetzt: alles tot, gestorben... Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? Um Rache nehmen zu dürfen? Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? Nicht mehr hinnehmen zu müssen, des Schmerzes der Geliebten wegen? Alles andere - bedeutungslos, nichtig - ein lockendes Angebot! Viele Fragen wirft dieser Film auf - Fragen, die seit Jahrhunderten immer wieder Menschen fesseln: Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? welche Antwort gibt der Film? Gibt der Film eine Antwort? Kann ein Film Antwort geben? Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? Was ist die Frage? Der Film fragt, kompromisslos radikal, ein Albtraum einer Orgie zwischen Sex und Blutrausch, eine Ode verstörenden Wahns. Dem Teufel die eigene Seele verkaufen? Verstörend in der Antwort?

Sonntag, den 7. Januar 2018 18:00:42
Review von "Ebola Zombies" online
Hong Kong ist bekannt dafür eine stark überfüllte Stadt zu sein. Wenn die Überfüllung jedoch nicht mehr durch lebende Menschen geschieht, sondern durch Untote, dann wird es ernst. Gut, im Grunde genommen spielt der Film fast nur in einem einzelnen Gebäude und die Zahl der Zombies ist ebenfalls überschaubar. Aber vielleicht sind die Ebola Zombies ja nur eine Metapher auf das Mitläufertum und die herrschende Klasse in der Sonderverwaltungszone? Wie auch immer: Ebola Zombies ist auf jeden Fall ein recht wirrer Film. Dafür mit geringen Möglichkeiten, aber doch einigem an Liebe gemacht.

Sonntag, den 9. Juli 2017 17:54:08
Review von "Sharkansas Women's Prison Massacre" online
Dem US Bundesstaat Arkansas fehlt ein Meereszugang, was sehr bedauerlich ist, weil es die Produktion von Shark-Filmen deutlich erschwert. Zum Glück gibt es aber findige Filmemacher, die auch für dieses Problem eine Lösung finden und Schiefergasförderung durch Fracking als Gefahr erkennen. Nicht nur als Gefahr für Umwelt, Trinkwasser und Klima, sondern auch als Gefahr dahingehend, dass es mysteriöse unterirdische Ozeane aufbricht aus denen Haie dann halt auch nach Arkansas kommen. Das Ganze kombiniert man dann noch mit einem klassischen Women's-Prison-Motiv und fertig ist ein Film über den man nur sagen kann: Na ja... Was soll man dazu eigentlich sagen? Nett, aber mehr eigentlich auch nicht.

Mittwoch, den 5. Juli 2017 20:49:58
Review von "Mega Python vs. Gatoroid" online
Eine Umweltschützerin befreit Pythons, die Alligatoren angreifen. Eine Rangerin pimpt die Alligatoren mit Steroiden, um die Schlangen zurück zu schlagen. Es folgt ein Kampf zwischen Mensch, Riesenalligatoren und Riesenschlangen, wobei das gute alte Dynamit diesen beendet. Ein schöner trashiger Asylum Film.

Sonntag, den 28. Mai 2017 19:11:48
Review von "Little Dead Rotting Hood" online
Eine junge Frau wird zur Schützerin der Menschen vor den bösen Wölfen. Da wir uns im Horrorfilm befinden handelt es sich natürlich um Werwölfe. Und weil es ein Film ist wird ihre Kleidung beim Kampf mit den Werwölfen von mal zu mal etwas mehr zerrissen. Unser Lieblingsstudio The Asylum versorgt uns mal wieder mit billigem Filmmaterial. Gewohnt schlecht, aber wie gewohnt immer noch so gut, dass man es sich noch entspannt ansehen kann.

Sonntag, den 12. März 2017 18:05:35
Review von "Black Tiger" online
Thema dieser Internetseite sind schlechte Filme. Die Frage woran man festmacht, dass ein Film als B Film bezeichnet werden kann, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Ein wesentliches Kennzeichen, das wir auch hier als Definition zugrundlegen, ist das Budget mit dem der Film produziert wurde. Black Tiger ist sicherlich keine absolute Low-Budget-Produktion, aber im Grunde erfüllt er dieses Kriterium durchaus. Den Umstand, wie schlecht der Film ist, kann man aber vielleicht an einem anderen Punkt deutlich besser zeigen. Wir haben den Film zu fünft gesehen. Von diesen fünf Personen sind drei zu mindestens einem Zeitpunkt des Films eingeschlafen. Gut, die Stunde war schon etwas fortgeschrittener. Nichtsdestotrotz ist der Umstand, dass 60 % der Zuschauer einschlafen nicht unbedingt ein Zeichen für die Qualität eines Films.

Dienstag, den 7. Februar 2017 21:40:06
Review von "Lavalantula - Angriff der Feuerspinnen" online
Man nehme Lava und große Spinnen, führe die beiden zusammen und was erhält man? Lavalantula. Monsterspinnen, die aus einem Vulkan steigen und Kalifornien verwüsten. Aber man wäre nicht in Hollywood, wenn da nicht ein Actionfilmstar wäre, der die Welt rettet. Klassischer Asylum-Trash. Halbwegs professionell, ergänzt mit einzelnen halbwegs bekannten Schauspielern (dieses mal aus Police Academy) und einer Grundidee, die alles ist, nur nicht halbwegs. Sagenhaft. Eine einfach nur abstruse Idee auf abstruse Weise umgesetzt. Gemacht für Leute, die schlechte Filme sehen und sich dabei amüsieren wollen.

Montag, den 30. Januar 2017 21:08:16
Review von "Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen" online
Der zweite Teil der Ingolstädter Blechleber-Filme ist da. Es ist deutlich professioneller geworden als beim ersten Mal. Es gibt zwar immer noch einige Computeranimationen, aber mittlerweile ist nicht mehr jede Kulisse eine Animation, sondern man ist tatsächlich rausgegangen und hat echte Wälder und Burgen gefilmt (eine Konsequenz daraus ist, dass nahezu alle Burgen im Film Ruinen sind, denn man hat nun mal nur die Burgen der Umgebung verwendet). Trotz gesteigerter Professionalität: Es bleibt noch genügend billig Gemachtes, um sich darüber zu amüsieren und wenn man die entsprechende Art von Humor schätzt, dann kann man durchaus Spaß mit "Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen" haben.

Dienstag, den 3. Januar 2017 19:47:40
Review von "Planet des Grauens" online
In den 1950er Jahren war die Sicht auf die Welt noch in Ordnung. Wenn Frauen in kurzen Röcken herumlaufen und sich an die muskelbepackten Männer schmiegen, die sich kurz zuvor noch über sie lustig gemacht haben, dann ist das gut so. Wenn Männer allerdings Pazifisten sind und es ablehnen andere Völker, die als weniger zivilisiert angesehen werden zu unterwerfen, dann ist das geradezu schwuchtelhaft. Das geht natürlich gar nicht. Genau das scheint damals das Weltbild der Macher von "Planet des Grauens" gewesen zu sein. Das Ganze wirkt auf den heutigen Zuschauer mitunter etwas befremdlich. Auch wenn es in diesem Film um eine Reise in die Zukunft geht, kann man damit einen durchaus spannenden Blick in die Vergangenheit werfen.

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