"Das Leben in Amerika ist langweilig. Nachts lief ich durch die Straßen und hoffte darauf überfallen zu werden." (American Soldier)

Vor den Bewertungsbögen



Bereits vor Einführung der Bewertungsbögen hatten wir uns etliche B-Movies angesehen. Im Nachfolgenden ist eine Auswahl von 24 Filmen exemplarisch aufgeführt (wieder alphabetisch):

Das Blutgericht der Reitenden Leichen
imdb videoraiders.net

Das Geisterschiff der Schwimmenden Leichen
imdb videoraiders.net

Dead Men don't die
imdb

Die letzten Amerikaner
imdb wiki_de wiki_en

Die Nacht der Reitenden Leichen
imdb videoraiders.net

Die Rückkehr der Reitenden Leichen
imdb videoraiders.net

Dragonwars - Krieg der Monster
imdb

Frankensteins Monster
imdb

Godzilla - Die Brut des Teufels
imdb wiki_en

Godzilla - Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster
imdb videoraiders.net wiki_en

Godzilla kehrt zurück
imdb wiki_de wiki_en

Godzilla, Mothra and King Ghidora - Giant Monsters all-out Attack
imdb wiki_en

Godzilla und die Urweltraupen
imdb wiki_en

Grossangriff der Zombies
imdb videoraiders.net

Junk: Resident Zombie
imdb videoraiders.net

Kinder des Zorns
imdb wiki_de wiki_en

Rawhead Rex
imdb videoraiders.net

Mothra 3 - King Ghidora kehrt zurück
imdb wiki_en

Schoolday of the Dead - Sterben will gelernt sein
imdb

Soylent Green
imdb wiki_de wiki_en

Tanz der Teufel - The Evil Dead Part 1
imdb videoraiders.net wiki_de wiki_en

Totem - Das Haus im Wald
imdb

Violent Shit II - Mother Hold My Hand
imdb


Und zum Schluß noch der einzige Film, den ich vor Einführung der Bewertungsbögen rezensiert habe, weil er einfach dermaßen 'genial' ist, dass er immer noch zu einem unserer absoluten Favoriten zählt. Aber genug geredet, macht euch bereit für:


Zombie Holocaust - Zombies unter Kannibalen
imdb

Dieser Film ist mit Sicherheit das absolute Paradebeispiel eines B-Movies. Er beginnt in einem New Yorker Krankenhaus, in dem immer wieder Leichenteile verschwinden. Schließlich erwischt man den Verantwortlichen, einen verrückten Insulaner, der nur etwas von Kitu stammelt und sich aus dem Fenster des 20. Stocks stürzt. Da Kitu eine Insel ist, beschließt man, dort hin eine Gruppe auszusenden, um... tja, um was? Dort leben zwar Kannibalen, aber was will man eigentlich auf der Insel? Was gegen die Kannibalen unternehmen?
Dann würde man aber sicher mehr als 4 Leute aussenden, von denen einer ein Wissenschaftler und eine eine Reporterin ist. Na gut, aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen wird also eine Gruppe ausgesandt, deren Synchronsprecher immer mal wieder während der Szenen wechseln und allgemein sehr gelangweilt klingen. Naja, wundert einen nicht sonderlich bei der Story.
Angekommen auf der Insel laufen zwei der abergläubischen und strunzdummen scheinbar vietnamesischen Träger weg und werden sofort von Kannibalen getötet (wohlgemerkt nur getötet - sind ja schließlich Kannibalen).
Man funkt also mit einem tragbaren Telefon, das aussieht wie ein Feldtelefon aus dem ersten Weltkrieg nach New York, dass man von Kannibalen angegriffen wurde und sofort von der Insel gerettet werden muss (was hatte man eigentlich erwartet, wenn man auf eine Kannibaleninsel fliegt, um, naja, irgendetwas halt, zu tun?). Auf dem Weg zum Strand wird schließlich die komplette Gruppe von Kannibalen überfallen, lediglich das Auftreten eines grauenhaft schlecht gemachten Zombies rettet die meisten der verbliebenen Personen vor dem sicheren Tod, da die Insulaner verängstigt davon laufen (man beachte das Auftreten des ersten Zombies in einem Zombiefilm nach ca. 40 von 70 Minuten!). Ähnliches scheint mit dem Zombie der Fall zu sein, der versteckt sich nämlich in der nächsten Szene zombietypisch hinter einem Strauch und beobachtet die Eindringlinge.
Die beiden verbliebenen Personen - einer wurde getötet von den Kannibalen, eine entführt - begegnen zusammen mit ihrem Führer dem Wissenschaftler, der sie vor ihrem Aufbruch zur Insel bewirtet hat, der kurzerhand erklärt, dass die entführte Dame verloren sei und sie - natürlich ohne ihn - mit einem Schlauchboot, das er bei seiner Ankunft am Strand gefunden hat, fliehen müssten. Nachdem sie jedoch einen Zombie nur mit knapper Not mittels Außenborder des Schlauchbootes zur Strecke bringen, beschließen sie selbstverständlich nicht zu entkommen, sondern natürlich das Rätsel um die Herkunft der Zombies zu lösen.
Sie begegnen auf ihrem Rückweg der entführten Frau, die mittlerweile zum Zombie geworden ist. Schnitt. Im Haus des Wissenschaftlers. Die entführte Dame liegt - ganz Mensch - kein Zombie - jedoch mit aufgeschnittenem Gehirn im Haus des oben erwähnten Wissenschaftlers, der offensichtlich verrückte Experimente an Menschen durchführt. Wie sie gleichzeitig als Zombie im Dschungel sein kann - tja, etwas seltsam. Und damit der Film das auch nicht erklären muss, sind die beiden Hauptpersonen in der nächsten Szene unbeschadet vor der Tür des Hauses.
Sie treten ein; er wird vom Wissenschaftler gefangen genommen und soll ebenso zu Experimenten benutzt werden, sie kann fliehen und wird von einem Kannibalen erwischt und in deren Dorf geschleppt. Dort wird sie mit Blumen bemalt und zum Opferaltar geschleppt. Als dieser sich unerklärlicherweise dreht, laufen alle Eingeborenen zur Hütte des Wissenschaftlers, töten diesen, retten den Helden und fackeln die Hütte ab. Man sieht eine Großaufnahme der brennenden Hütte und der Film ist zu Ende. A~ha.
Naja, gut, dieser Film hat eine grauenhafte Story, aber das ist natürlich noch nicht alles. Ebenso zeichnet er sich durch eine grauenhafte Umsetzung aus, so sind etwa die Kostüme echt lächerlich. Und dieses "Bii-ING!"-Geräusch, das jedes Mal kommt, wenn das Kitu-Symbol der Insulaner irgendwo zu sehen ist!! Würde man sich zudem nur den Soundtrack anhören, so wäre man sicherlich überzeugt, dass dieser Film einen Porno darstellt.
Tatsächlich liegt man damit nicht falsch; so zieht sich die Heldin bereits zu Beginn (ohne jeglichen Grund seitens der Story) bis auf die Unterwäsche aus; kurz vor Aufbruch auf die Insel dann ein weiteres Mal komplett und bei der Bemalung durch die Eingeborenen ist sie schließlich dann auch wirklich in Großaufnahme nackt von vorn zu sehen.
Vermutlich sind diese nach zeitlich geschickt gewählten Intervallen eingebauten sinnlosen Szenen wohl dazu gedacht, um zumindest bei den männlichen Zuschauern das Einschlafen zu verhindern. Alles in allem ein wirklich erstklassiger Vertreter des Genres; den Film sollte man gesehen haben.
Fazit: Ein Film, der wohl zuerst als Porno gedacht war. Nachdem man ihn ein bißchen aufgepeppt hatte, stellte man jedoch fest, dass bereits das komplette Budget verbraucht war. So lautet zumindest meine Theorie, aber ich bin mir sicher, dass ich recht habe. Wer etwas auf unfreiwillig komische Filme gibt, muss diesen hier gesehen haben!