"Drrrrrr-bing!" (Ninja in geheimer Mission)

News


Was soll die Seite?

Beim Ansehen von B-Movies kann man sich oft besser amüsieren als mit den besten Komödien, auch wenn wir vermuten, dass dies eher selten im Sinne des Regisseurs war. Doch für die Unwissenden wollen wir erst einmal mit einer kurzen Definition beginnen. Zuerst einmal war die Bezeichnung "B-Movie" lediglich das Synonym für einen Film mit relativ geringem Budget. Dies ging allerdings logischerweise meist mit einer schlechten Umsetzung, schlechten Trickeffekten und leider oft auch schlechten Stories einher. Bei manchen Genres, etwa dem Zombiefilm, sind nahezu alle Werke B-Movies.
Eine ganze Weile haben wir uns B-Movies nur angesehen und uns dann darüber lustig gemacht. Mittlerweile hat sich im Rahmen dieses Projektes eine recht große Gruppe Interessierter zusammengefunden, die sich nicht nur treffen, um gemeinsam B-Movies zu betrachten. Nein, wir versuchen die Filme auch kritisch zu diskutieren. Das Ergebnis davon sind unsere Bewertungsbögen in denen wir in aller Kürze versuchen unsere Analyse des Films vorzustellen. Einen (sehr kurzen) geschichtlichen Abriss findet man hier.

Und ja: wer die Seite nicht sonderlich hübsch findet mag nicht unrecht haben. Es wird sporadisch dran gearbeitet, aber: Schönheit war bei diesem Projekt noch nie das Ziel.

Nachfolgend werden die neuesten 10 Einträge unseres RSS-Feeds (Was ist das?) angezeigt. Selbigen findet man auch hier.


Sonntag, den 28. Mai 2017 19:11:48
Review von "Little Dead Rotting Hood" online
Eine junge Frau wird zur Schützerin der Menschen vor den bösen Wölfen. Da wir uns im Horrorfilm befinden handelt es sich natürlich um Werwölfe. Und weil es ein Film ist wird ihre Kleidung beim Kampf mit den Werwölfen von mal zu mal etwas mehr zerrissen. Unser Lieblingsstudio The Asylum versorgt uns mal wieder mit billigem Filmmaterial. Gewohnt schlecht, aber wie gewohnt immer noch so gut, dass man es sich noch entspannt ansehen kann.

Sonntag, den 12. März 2017 18:05:35
Review von "Black Tiger" online
Thema dieser Internetseite sind schlechte Filme. Die Frage woran man festmacht, dass ein Film als B Film bezeichnet werden kann, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Ein wesentliches Kennzeichen, das wir auch hier als Definition zugrundlegen, ist das Budget mit dem der Film produziert wurde. Black Tiger ist sicherlich keine absolute Low-Budget-Produktion, aber im Grunde erfüllt er dieses Kriterium durchaus. Den Umstand, wie schlecht der Film ist, kann man aber vielleicht an einem anderen Punkt deutlich besser zeigen. Wir haben den Film zu fünft gesehen. Von diesen fünf Personen sind drei zu mindestens einem Zeitpunkt des Films eingeschlafen. Gut, die Stunde war schon etwas fortgeschrittener. Nichtsdestotrotz ist der Umstand, dass 60 % der Zuschauer einschlafen nicht unbedingt ein Zeichen für die Qualität eines Films.

Dienstag, den 7. Februar 2017 21:40:06
Review von "Lavalantula - Angriff der Feuerspinnen" online
Man nehme Lava und große Spinnen, führe die beiden zusammen und was erhält man? Lavalantula. Monsterspinnen, die aus einem Vulkan steigen und Kalifornien verwüsten. Aber man wäre nicht in Hollywood, wenn da nicht ein Actionfilmstar wäre, der die Welt rettet. Klassischer Asylum-Trash. Halbwegs professionell, ergänzt mit einzelnen halbwegs bekannten Schauspielern (dieses mal aus Police Academy) und einer Grundidee, die alles ist, nur nicht halbwegs. Sagenhaft. Eine einfach nur abstruse Idee auf abstruse Weise umgesetzt. Gemacht für Leute, die schlechte Filme sehen und sich dabei amüsieren wollen.

Montag, den 30. Januar 2017 21:08:16
Review von "Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen" online
Der zweite Teil der Ingolstädter Blechleber-Filme ist da. Es ist deutlich professioneller geworden als beim ersten Mal. Es gibt zwar immer noch einige Computeranimationen, aber mittlerweile ist nicht mehr jede Kulisse eine Animation, sondern man ist tatsächlich rausgegangen und hat echte Wälder und Burgen gefilmt (eine Konsequenz daraus ist, dass nahezu alle Burgen im Film Ruinen sind, denn man hat nun mal nur die Burgen der Umgebung verwendet). Trotz gesteigerter Professionalität: Es bleibt noch genügend billig Gemachtes, um sich darüber zu amüsieren und wenn man die entsprechende Art von Humor schätzt, dann kann man durchaus Spaß mit "Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen" haben.

Dienstag, den 3. Januar 2017 19:47:40
Review von "Planet des Grauens" online
In den 1950er Jahren war die Sicht auf die Welt noch in Ordnung. Wenn Frauen in kurzen Röcken herumlaufen und sich an die muskelbepackten Männer schmiegen, die sich kurz zuvor noch über sie lustig gemacht haben, dann ist das gut so. Wenn Männer allerdings Pazifisten sind und es ablehnen andere Völker, die als weniger zivilisiert angesehen werden zu unterwerfen, dann ist das geradezu schwuchtelhaft. Das geht natürlich gar nicht. Genau das scheint damals das Weltbild der Macher von "Planet des Grauens" gewesen zu sein. Das Ganze wirkt auf den heutigen Zuschauer mitunter etwas befremdlich. Auch wenn es in diesem Film um eine Reise in die Zukunft geht, kann man damit einen durchaus spannenden Blick in die Vergangenheit werfen.

Sonntag, den 18. Dezember 2016 22:28:20
Review von "Prinz Blechleber und die Murmeln der Freundschaft" online
Der König - ein alternder Lustmolch, der wo auch immer er auftaucht potentielle Koituspartnerinnen jagt. Der Prinz, ein weltentrückter, eingebildeter aber ansonsten geistig schwer beschädigter Weichling - kurz: Ein Königreich das in Dekadenz versinkt. Auf der anderen Seite: ein gelangweilter Häuptling, der sein tristes Dasein damit zubringt, sich über die Verweichlichung seines Gefolges zu beschweren, während er sich von den jämmerlichen Versuchen eines Schwertkampfes zwischen zweien eben jener Gefolgsleute abwendet, um sich wieder in die ruhmreichen Zeiten des Plünderns und Brandschatzens zu träumen. Kurz: Eine explosive Gemengelage, worauf der Friede im Lande einem betrunkenen Drahtseilathleten gleich stets schwankend und stets mal zur einen, mal zur anderen Seite wankend in den gähnenden Abgrund der Vernichtung zu stürzen droht. Und dann das: Des Königs Murmeln (nicht die, die ihr denkt), auf die die Barbaren den Frieden geschworen haben, dieses feine Bändchen welches die lefzenden Meute der Zerstörung bindet, sind verschwunden! Zeit zu zeigen, dass man auch mit Rüschenhemd und Kastratenstimme Geschichte schreiben kann!

Dienstag, den 6. Dezember 2016 15:20:15
Review von "The 25th Reich" online
Nazis in Kombination mit verrückten Prämissen gehen immer. Aber dass die Australier 1943 vorhatten, in der Zeit zurückzureisen, um so an ein funktionsfähiges UFO zu kommen, mit welchem sie dann 1943 Hitler besiegen wollten - das ist ein eher ungewohntes Kaliber. Und wer mal "Zurück in die Zukunft" gesehen hat, dem ist durchaus bewusst, dass bei Zeitreisen einiges schief gehen kann - sei es ein falsches Zieljahr (mit Nazi-Riesen-Spinnen) oder ein Nazi klaut einem die Zeitmaschine unter dem Nagel weg - all das findet man selbstverständlich auch hier.
Das Problem des Films ist allerdings, dass er auf dem Papier deutlich besser klingt, als er dann umgesetzt ist. Es gibt genau einen Nazi (und zwei weitere Spinnen-Roboter) sowie vier allierte Soldaten mit etwas unglaubwürdigen internen Streitereien. Dass der Film kein echtes Ende (und KEIN 25. Reich!) enthält, sondern ein im Filmkontext vollkommen unerwartetes und nicht hilfreiches Ende besitzt (die Nazis wollen in die 25. Dimension fliegen, um Gott zu vernichten, was denn sonst?) führt nicht unbedingt zu einem besseren Gesamteindruck. Aus meiner Sicht ganz nett, aber nicht das, was sich viele bei dem Cover und dem Klappentext erwartet hätten.

Freitag, den 2. Dezember 2016 01:30:24
Review von "Walhalla Rising" online
Irgendwo im gottverlassenen Skandinavien, auf einem zugigen Bergrücken und bedeckt mit Schneeschlamm befinden sich enge Käfige aus Holzstangen, zwischen ihnen, unbeweglich und unbewegt, Bewacher. In den Käfigen - Gefangene, einer davon, Eisen um den nackten Oberkörper, mit Ketten festgezurrt. Mit starrem Blick, wie alle Männer, wortlos starrend. Ein Junge schlurft heran, einen Eimer schmutziger, dünner Flüssigkeit, schlurft, schlurft zum Käfig, schöpft eine Kelle hinein, schluft zum nächsten, dann zum übernächsten, verschwindet wieder. Gespräch ist nicht notwendig, fast schon gefürchtet, die Bewacher schlafen nicht, rühren sich nicht. Dann gerät der Kamm in Bewegung, an seinen Ketten ziehen sie den Gefangenen aus seinem Käfig, ketten ihn an einen Pflock. Ein weiterer Mann wird zu ihm gestoßen. Beiden ist klar: einer bleibt hier auf dem Boden. Und der Gekettete fackelt nicht lange. Kühl, präzise und kraftvoll erschlägt er seinen Gegner, schnell, ohne Furcht, ohne Hass, ohne Begeisterung, ein Meister seiner Zunft, ein Meister der sein Handwerk versteht. Jahrelange Übung raubte die Begeisterung. Zum Dank, zurück in den Käfig, zurück in die Eisen, in das Eis des Windes, auf dem Kamm. Und wieder Apathie. Dünnsuppe, stieres Starren, schneidender Wind. Nervenzehrend - auch für den Betrachter, und insofern eine letzte Warnung vor dem, was noch folgt. Völliger Zerfall, in blutig-grauenhaft schöne Bilder gegossen ist für jeden Betrachter eine Herausforderung. Diese kompromisslose Zurschaustellung einer Realität als wüst, öde, verlassen, menschenverachtend (unsere Realität?) wird niemanden unterhalten, viele abstoßen, einige zum Nachdenken anregen...

Donnerstag, den 8. September 2016 22:39:51
Review von "Die Todeskralle schlägt wieder zu" online
Chuck Norris wird erst die Brustbehaarung und danach auch noch sein Leben entrissen - Blasphemie!

Sonntag, den 4. September 2016 14:56:58
Review von "Sea Beast - Das Ungeheuer aus der Tiefe" online
Mal wieder ein Monster aus dem Meer. Dieses mal kein Hai, sondern ein… Was auch immer. Es schwimmt durchs Meer und läuft an Land. Es ist unsichtbar und hat eine Zunge, die länger ist als es selbst. Es spuckt Säure, die das Opfer binnen Sekunden paralysiert und um es nochmal zu wiederholen: Es kann sich unsichtbar machen. Was soll man dazu sagen? Bizarre Absurdität des Monsters ist zweifelsohne immer eine große Bereicherung für einen Film, aber das ersetzt leider nicht alles. Die Handlung ist schon da und hat auch keine groben Fehler. Aber wirklich Tiefgang oder echte Spannung vermisst man doch. "Sea Beast" bleibt leider im Mittelmaß des Tierhorrors stecken.

Alle älteren News finden sich hier.