"He might speim!" (Contact High)

B-Moviebewertung





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Name: Enter the VoidLand: Deutschland, Frankreich, Italien
Originaltitel: Enter the VoidJahr: 2009FSK: 18
Genre: Mindfuck


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
zu metaphysisch



Handlung:
Oscar ist nach Tokio ausgewandert und hat seine Schwester Linda nachgeholt. Er betätigt sich als Drogendealer, sie jobbt als Stripperin. Wie es bei Drogendealern nun einmal so läuft, endet Oscar mit einer Kugel im Bauch auf einer heruntergekommenen japanischen Toilette. Anstatt anständig zu sterben schwebt er jedoch durch Tokio und beobachtet vor allem Linda (dabei wiederum ganz besonders ihre Paarung). Aktiv zu kontrollieren scheint er die Sache nicht. Stattdessen schwebt sein Geist, ohne jede Kommentierung seinerseits, durch die Welt und fliegt durch bunte Lichter. Immer wieder erlebt er dabei Rückblenden, bis er sich schließlich als Spermium in eine Eizelle seiner Schwester einnistet und als deren Baby wiedergeboren wird.

Auffällige Fehler (technisch):
Bei der Kameraführung und dem teilweise unscharfen Bild könnte man zwischendurch den Eindruck gewinnen, dass da etwas einfach verpfuscht wurde. Tatsächlich ist das aber wohl alles gewolltes Stilmittel.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Der Film besteht zum großen Teil aus Rückblenden und Szenen in denen man sich fragt, ob da eine Halluzination dargestellt wurde. Dementsprechend ist es schwierig wirklich den Überblick zu behalten und gegebenenfalls bei irgendetwas zu sagen, dass das jetzt wirklich eine Inkonsistenz ist.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Das Ganze ist eine Mischung aus LSD-Trip, buddhistischer Wiedergeburtshalluzination und überdrehter Weltsicht. Nach wissenschaftlicher Korrektheit zu fragen ist wahrscheinlich nicht wirklich sinnvoll.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Man kann sich die Frage stellen, ob vieles in diesem Film symbolisch zu verstehen sei. Bei der Entschlüsselung dieser Symbole besteht aber ein gewaltiger Interpretationsspielraum. Ein einheitliches Bild, das beim Zuschauer ankommt, lässt sich kaum identifizieren.

Bemerkungen:
Etliche Szenen werden wiederholt gezeigt.
Der Film ist voll von Stroboskopeffekten, die mitunter anstrengend sein können.
Angesichts der, vor allem gegen Ende, ausufernden Zahl an Sexszenen fragt man sich, ob man nicht einfach einen verkappten Porno vor sich hat.
Der Film spielt zwar in Tokio, es sind aber fast nur Europäer zu sehen.

Zitate:
"An dem Punkt wünschst du dir dann, du wärest nie gestorben."
"Wenn du Alkohol magst, dann magst du auch Drogen."
"Das ist Ecstasy." - "Ist das nicht gefährlich?" - "Nein, das sind Drogen. Das ist wie Vitamine nehmen."
"Suchst du dir bald 'nen richtigen Job?" - "Scheiße nein. Alle, die einen Job haben, sind Sklaven."
"Mach dich doch mal nützlich und geh dich umbringen."


Text des News-Eintrags:
Der LSD-Trip durch die metaphysische Welt des, nach Japan verpflanzten, französischen Kunstfilms beginnt. Schnallen sie sich gut an, denn die Fahrt wird holprig und führt durch sämtliche Ebenen des Bewusstseins, Unterbewusstseins und Pseudobewusstseins. Wenn sie nach zweieinhalb Stunden noch klaren Verstandes sind, dann kann das nur eines bedeuten: Ihr Verstand ist ins Licht getreten und nicht mehr Teil der uns bekannten Welt.