"Dreht dein Bruder immer noch diese schwachsinnigen Haifilme?" (Sand Sharks)

B-Moviebewertung





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Name: Godzilla, der UrgigantLand: Japan
Originaltitel: Gojira tai BioranteJahr: 1989FSK: 12
Genre: Monsterfilm


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Vor fünf Jahren hat Godzilla Japan zuletzt angegriffen, bevor er in einem Vulkan eingeschlossen wurde. Damals haben Wissenschaftler Godzillazellen geborgen und diese mit einer Pflanze gekreuzt. Aber wie es Gentechnikexperimente so an sich haben, gerät die Sache außer Kontrolle und es entsteht eine unsterbliche Superpflanze mit langen Fangarmen und zig Mäulern. Die Pflanze entkommt und beginnt in der Bucht zu wachsen. Und ruft natürlich prompt Godzilla herbei, der von Terroristen befreit wurde. Es kommt zum Kampf, den Godzilla gewinnt und Biollante abfackelt. Die Menschheit stellt sich nun dem Kampf mit Godzilla und infiziert ihn mit "Anti-Nuklearenergie-Bakterien". Die wirken aber erst nicht, weil es zu kalt ist. Aber nach massivem Strahlenbeschuss - und einem Eingreifen von Biollante (ja, sie ist zurück) - zieht sich Godzilla schließlich ins Meer zurück.

Auffällige Fehler (technisch):
Äußerst billige Kulissen. So ist die Wüste im Hintergrund beispielsweise nur aufgemalt und vielen Gebäuden im Hintergrund sieht man ebenfalls an, dass sie nur aufgemalt sind. Abgesehen davon sieht man auch vielen Städten an, dass sie Modellstädte sind.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Wie kommt die Seele einer vor Jahren an einem ganz anderen Ort verstorbenen Frau eigentlich in Biollante?

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Energie wird bei Reflexion "tausendfach potenziert": Vom 1. Hauptsatz der Thermodynamik haben die Macher wohl noch nie etwas gehört. Und warum schmelzen eigentlich Diamanten (für die Nichtchemiker: Die kann man nur verbrennen oder in Graphit umwandeln, aber nicht schmelzen).

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Wissenschaftler tragen eine Verantwortung und dürfen nicht einfach unkritisch alles tun. Allerdings wird dieses Thema nicht wirklich reflektiert, sondern nur mit ein paar plumpen Sätzen abgehandelt.

Bemerkungen:
"Godzilla Memorial Lounge"; "Anti-Nuklearenergie-Bakterien"

Zitate:
"Durch unsere Forschungen haben wir herausgefunden, dass auch Pflanzen mentale Energie besitzen."
"Sie ist in der Lage mit Pflanzen zu kommunizieren."
"Biollante weint."
"Wie ich sehe sind sie Mitglied der Eliteeinheit."
"Die einzige Gesellschaft, die das Monopol besitzt."
"Vor seinem Angriff fraß Godzilla das nukleare Material eines Atomkraftwerks, um seine Energie aufzuladen."
"Biollante und Godzilla sind keine Monster. Die gewissenlosen Wissenschaftler, die sie geschaffen haben sind die wahren Monster."


Text des News-Eintrags:
Wer wissen will, warum Gentechnik nicht gut ist, der sollte sich ansehen was passiert, wenn man eine Pflanze mit Godzillazellen kreuzt. Wenn dieses Ding dann auch noch die Seele eine Frau hat, dann kann das nur eines bedeuten: Es wird zum Kampf kommen. Zum Kampf mit dem Urgiganten. Godzilla bringt die Pflanze um, wovon die sich aber nicht aufhalten lässt. Wer obendrein auch noch auf schlecht gemacht Strahlenwaffen steht, der ist bei "Godzilla - der Urgigant" genau richtig. Ein wunderschönes Beispiel für schlechte japanische Filme.